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Mit Fackelmast gegen Ultranet

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Der geplante Ausbau einer existierenden Überlandleitung zu einer Höchstspannungsgleichstrom-Trasse, die eine bisher nicht praktizierte Übertragungstechnik anwendet erhitzt die Gemüter der Anwohner in Gemeinden entlang der Ultranet-Trasse. Und dies vor allem, weil aussagekräftige Langzeitstudien über Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt dieser Technik weitgehend fehlen. Betroffene Bürger entlang der Trasse – häufig verläuft die Trasse 50m und weniger neben Wohngebäuden – haben sich in Bürgerinitiativen zusammengeschlossen, um Informationen auszutauschen und gemeinsam ihre Interessen zu diesem Pilotprojekt über ihren Köpfen zu vertreten.

Im Dezember letzten Jahres haben sich Gruppierungen aus Neuss, Kaarst, Hürth, Grevenbroich, Koblenz, Urbar, Eitelborn, Hübingen, Niedernhausen und Eppstein im Aktionsbündnis Ultranet zusammengeschlossen (weitere Beitritte werden erwartet), um durch diese Vernetzung eine bessere  Informationsbündelung, einen Erfahrungsaustausch und mehr Aufmerksamkeit durch gemeinsame Aktionen zu erreichen.

Das Aktionsbündnis Ultranet wird am Freitag, den 3.2.2017 um 18.00, einen 20m langen, aus Aktivisten und Fackeln stilisierten Strommast auf einer Wiese in der Nähe der Ultranet Trasse bei Hübingen im Westerwald nachbauen. Informations- und Verpflegungsstände (diese mit Glühwein & Würstchen) sollen für die entsprechende geistige und kulinarische Nahrung sorgen. Zu diesem Event sind Journalisten von Presse und Fernsehen eingeladen, sowie Politiker der betreffenden Regionen. Mit Hilfe eines 26m langen Kranauslegers und Multicoptern mit Kameraausstattung sollen bei hoffentlich gutem Wetter eindrucksvolle Bilder im abendlichen Licht gemacht werden. Interessierte Bürger sind aufgerufen, sich an dem Fackelspektakel zu beteiligen. Auch Kinder sind gern gesehene Gäste.

Det­lev Pil­ger trifft sich zum Gespräch mit der Bür­ger­in­itia­tive Pro Erd­ka­bel Urbar

Auf Ein­la­dung der BI Erd­ka­bel Urbar traf sich Det­lev Pil­ger mit den Spre­chern der Bür­ger­in­itia­tive. Im Gemeindebüro von Urbar legte die Bürgerinitiative ihre Beden­ken gegen die geplante Tras­sen­füh­rung des neuen Lei­tungs­net­zes, das erst­ma­lig Lei­tun­gen von Gleich-und Wech­sel­strom auf dem­sel­ben Mast (Hybrid­mast) vor­sieht, dar. Der SPD-Bundestagsabgeordnete zeigte sich sehr interessiert und bewies ein offenes Ohr für das Anliegen der BI. Aufgrund seiner Mitgliedschaft im Umweltausschuss des Bundestages konnte er selbst beeindruckendes Fachwissen beisteuern.

Anschließend ließ es sich Herr Pilger nicht nehmen, die fragliche Trasse zu besichtigen und konnte dadurch vor Ort mit zahlreichen weiteren Mitgliedern der BI und deren Kindern ins Gespräch kommen und sich dabei ein Bild von der dichten Bebauung und dem Kinderreichtum des Wohngebiets machen.

Det­lev Pil­ger, eben­falls noch Stadt­rats­mit­glied in Koblenz, ver­spricht: „Das Thema werde ich im Rat zur Spra­che brin­gen. Ich werde mich auch in Zukunft ein­brin­gen und die durch­aus berech­tig­ten Belange der Bür­ger unterstützen!“