Über uns

Unser Anliegen

Über die u.a. durch Urbar und Koblenz laufende und bereits bestehende Wechselstromtrasse soll im Rahmen des Netzausbaus die regenerativ erzeugte Energie mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) aus dem Norden in die Industrie- und Ballungszentren nach Süddeutschland weitergeleitet werden, so behaupten es die Netzbetreiber Amprion und TransnetBW .

Der erzeugte Windstrom im Norden wird jedoch nachweislich dort ge- und verbraucht. Auch die im Süden erzeugte  Sonnenenergie reicht für die Versorgung der Region nicht aus. Ein Transport von regenerativ erzeugtem Strom wird daher nicht stattfinden.

Ultranet wird einzig den schmutzigen Braunkohlestrom aus dem Ruhrgebiet transportieren und für den europäischen Stromhandel genutzt.

In dem Projekt ,,ULTRANET“ (Netzbetreiber Amprion, TransnetBW) soll erstmals die Übertragung von Gleich- und Wechselstrom auf den selben Masten, den sog. Hybridmasten erfolgen. Die Inbetriebnahme dieses 340 km langen Leitungsprojektes, das sich von Osterath nach Philippsburg erstreckt, ist für das Jahr 2021 vorgesehen.

Gleich- und Wechselstrom wurden weltweit noch nie gleichzeitig auf einem Strommast betrieben! Studien oder Beweise für die Ungefährlichkeit dieser beiden Übertragungstechniken auf einem Mast gibt es nicht. Daher sind die als unerprobt anzusehen und abzulehnen.

Mit der Verabschiedung des ,,Erdkabelgesetzes” im Jahr 2015 wurde für den Neubau von Gleichstromtrassen ein gesetzlich vorgeschriebener 400-Meter-Mindestabstand zur Wohnbebauung und die Prüfung des Erdkabelvorrangs vor Freileitungen festgeschrieben. Diese Regelungen gelten bundesweit.  Einzig das Projekt Ultranet wurde aus Kostengründen von dieser Regelung ausgenommen. Die bestehende Stromtrasse führt im Abstand von nur 13 Metern an unseren Wohnhäusern vorbei bzw. sogar über sie hinweg.

Unsere Befürchtungen

  • Wir werden einem Feldversuch ausgesetzt.
  • Die gesundheitlichen Risiken sind unklar und würden sich erst nach Jahrzehnten zeigen

Unsere Forderungen

  • Kein Bau von Ultranet ohne eine unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfung
  • Kein Bau von Ultranet ohne gesetzliche Grundlage (Aarhus-Konvention)
  • Kein Bau / Inbetriebnahme von Ultranet ohne Vorliegen ausreichender Humanstudien gem. Empfehlung des Bundesamtes für Strahlungsschutz und einer Unbedenklichkeitsbescheinigung

Bei Nichtrealisierung

  • Trassenführung über den vorgeschlagenen Ausweichkorridor
  • Gesetzesänderung, sodass der Erdkabelvorrang bzw. die 400-Meter-Abstandsregelung gelten

Die Energiewende darf nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtet werden, sondern muss sich auch und insbesondere an der Verträglichkeit für Mensch und Natur ausrichten. Wer eine zukunftsfähige, nachhaltige Stromversorgung anstrebt, muss die Menschen auf dem Weg dahin mitnehmen und darf nicht gegen sie handeln.

Daher steht die Forderung nach einer dezentralen Energiewende im Vordergrund!